J√ľdische Religion

J√ľdische Religion

‚ÄěDas Judentum ist eine monotheistische Religion. Es ist aber nicht nur eine Religion, sondern vor allem eine Lebensweise, die beinhaltet, dass sich ein Jude mit seinen Gedanken und Taten den ganzen Tag √ľber, vom Aufwachen bis zum Schlafengehen, nach Gott und seinen Geboten und Verboten richtet.‚Äú Marc Stern. Was ist das Judentum? Die h√§ufigsten Fragen und ihre Antworten. Frankfurt, 2001.

‚ÄěDie religi√∂se Existenz Israels beruht auf einer dreifachen inneren Einstellung: Bindung an den lebendigen Gott, dem wir Rechenschaft schulden, Bindung an die Tora, in der seine Stimme zu vernehmen ist, Bindung an Sein Anliegen, wie es in den Mizwot (den Geboten) zum Ausdruck kommt.
Bindung an Gott entsteht in seelischen Akten. Bindung an die Tora ist das Ergebnis von Studium und st√§ndiger Besch√§ftigung mit Seinen Worten. Bindung an Sein Anliegen entsteht durch Treue zu wesentlichen Inhalten des Gottesdienstes; ihr Sinn enth√ľllt sich in Akten der Anbetung.
Wenn Gott eine Theorie w√§re, dann w√ľrde das Studium der Theologie gen√ľgen, um Ihn zu verstehen. Aber Gott lebt und will Liebe und Anbetung. Darum ist unser Denken an Gott mit unserem Gottesdienst verkn√ľpft. In Analogie zu k√ľnstlerischem Verst√§ndnis k√∂nnte man sagen: Wir singen ihm, bevor wir Ihn verstehen k√∂nnen. Wir m√ľssen lieben, um zu wissen. Wenn wir nicht singen lernen, wenn wir nicht lieben lernen, werden wir auch nie lernen, Ihn zu verstehen.‚Äú Abraham Joshua Heschel. Gott sucht den Menschen. Eine Philosophie des Judentums. Neukirchen, 1992.

‚ÄěFalls das Judentum √ľberhaupt definierbar ist, dann durch den Begriff Halacha. Dieser beinhaltet sowohl die schriftliche als auch die m√ľndliche Tora. Man k√∂nnte die ganze Geschichte des Judentums als ein Spannungsfeld zwischen halachischen und antihalachischen Tendenzen betrachten. Entsprechend besitzt das Judentum keine normative Dogmatik bzw. keine systematische Theologie, wohl aber theologische Inhalte.‚Äú Julius H. Schoeps. Neues Lexikon des Judentums. G√ľtersloh, 2000.

 

 

LEKKJ √§u√üert sich besorgt √ľber Rechte religi√∂ser Minderheiten in Europa

Die Lutherische Europ√§ische Kommission Kirche und Judentum (LEKKJ) ist nach dem Urteil des K√∂lner Landgerichts, das die Beschneidung von Jungen aus religi√∂sen Gr√ľnden als K√∂rperverletzung bewertet, zutiefst besorgt √ľber die Rechte religi√∂ser Minderheiten in Europa.

Die Kommission stellt fest: Als lutherische Christinnen und Christen erkl√§ren wir uns solidarisch mit allen religi√∂sen Gemeinschaften, f√ľr die die m√§nnliche Beschneidung seit Jahrhunderten Zeichen ihrer religi√∂sen Identit√§t ist, besonders Juden und Muslimen. Wir weisen darauf hin, dass auch in manchen alten christlich-orientalischen Kirchen (z.B. der koptischen Kirche) die m√§nnliche Beschneidung praktiziert wird.

In der evangelisch-lutherischen Kirche gibt es die Beschneidung zwar nicht als religi√∂ses Ritual, aber die Tradition des ‚ÄěTages der Beschneidung und Namensgebung Jesu‚Äú am 1. Januar. Durch den Glauben an den beschnittenen Juden Jesus f√ľhlen wir uns in besonderer Weise mit unseren j√ľdischen Geschwistern verbunden und stehen an ihrer Seite, wenn es um die Durchsetzung ihrer religi√∂sen Rechte geht.

Die LEKKJ besteht aus Delegierten lutherischer Kirchen aus 12 L√§ndern Europas, u. a aus Finnland, Norwegen, Ungarn, √Ėsterreich, Deutschland, Italien und der Slowakei. Die Kommission arbeitet seit 1976 an der Verbesserung des Verh√§ltnisses von Kirche und Judentum. Die diesj√§hrige Jahreskonferenz fand vom 21. bis 24. Juni 2012 in Pullach bei M√ľnchen statt.

Informationen und R√ľckfragen:
Pfarrer Mag. Roland Werneck
Gesch√§ftsf√ľhrer LEKKJ
Martin Luther-Platz 1
A 4600 Wels √Ėsterreich
Tel.: +43 7242 47584 21 Mobil: +43 699 188 77 450
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Nein zu Boykottma√ünahmen gegen√ľber Israel

Die Lutherische Europ√§ische Kommission Kirche und Judentum (LEKKJ) h√§lt es f√ľr falsch, wenn zum Boykott israelischer Produkte aufgerufen wird. Sie erkl√§rt anl√§sslich ihrer diesj√§hrigen Tagung in Pullach bei M√ľnchen, dass Kritik an politischen Ma√ünahmen der israelischen Regierung sich nicht antisemitischer Denkfiguren bedienen darf. Denn damit diskreditiert sich die Kritik. Auch sollten Handlungsmuster vermieden werden, die historisch belastet sind.

Die Kommission erinnert daran, dass am 1. April 1933 in Deutschland j√ľdische Gesch√§fte boykottiert wurden und weitere antisemitische Aktionen folgten. Der Aufruf zu Boykottma√ünahmen ruft die Geschichte der Judenverfolgung in Europa in Erinnerung.

Die LEKKJ besteht aus Delegierten lutherischer Kirchen aus 12 L√§ndern Europas, u. a aus Finnland, Norwegen, Ungarn, √Ėsterreich, Deutschland, Italien und der Slowakei. Die Kommission arbeitet seit 1976 an der Verbesserung des Verh√§ltnisses von Kirche und Judentum.

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